Familienbett

Naja, ich habe mir das ja schon anders vorgestellt, aber spätestens seit wir mal für kurze Zeit einen kleinen Dobermann unser Eigen nannten und der kleine Hund eines Morgens mit seinem Kopf neben meinem erwachte, und mein Mann nichts dabei fand, ich aber schon, wusste ich, dass mir ähnliches drohte mit zukünftigen Kindern!

Ich mag noch heute keine Tiere in meinem Bett, haben wir seither auch nicht mehr, aber meine Kids liegen kreuz und quer in unserem Bett verstreut! Einer klebt an mir, respekive an meinem Arm und krault daran, wie andere ein Kuscheltier streicheln oder so, die Kleine hängt an meiner Brust, gefühlte tausen Mal in einer Nacht, und der Grosse legt sich mitfühlend und bescheiden zu unseren Füssen hin! Seit zwei Jahren haben wir ein quadratisches Bett, etwas über zwei Meter gross auf allen Seiten, und da haben wir alle Platz, fast! Gelegentlich landet mein Mann dann in den Kinderbetten, ja sie haben selbstverständlich eigene, wo sie seit einiger Zeit einschlafen, mit Papa! Ja, Papa schläft da auch oft ein, und wenn er dann das erste mal erwacht, schleicht er rüber in unser grosses Bett nur um dann früh am Morgen wieder geweckt zu werden von den nach Papa suchenden kleinen Jungs auf dem Weg in unser grosses Bett! So funktionieren Familienbetten! Es sind wahrlich Wanderungen des nachts, in alle Betten hin und zurück! Aber wir schlafen! Papa und ich behaupten sogar immer, dass wir alle gut schlafen! Wir erledigen die meisten Probleme mit den Kindern in der Nacht im Halbschlaf liegend! Schnullersuche, wickeln , Fieberzäpfchen verabreichen, beruhigen und zum Wiedereinschlafen verhelfen, der Arm zum Kraulen reicht meist! Aufstehen mussten wir praktisch nie, nur zum Rumwandern auf der Suche nach dem besten, grössten Schlafplatz! Aber ganz ehrlich, mehr hätten wir nicht vertragen! Klar hatten auch wir Ausnahmen, kranke Kinder, ganz fiese Zähne, oder unmenschlich frühe Tagwach-Phasen um 5.00 Uhr früh! Ich behaupte jetzt einfach mal, dass der Zaubertrank das möglich macht, ich halte auch unserer jüngsten Tochter jedesmal die Brust hin, das schnellste und einfachste Mittel, damit alle zu ihrem wohlverdienten Schlaf kommen! Manchmal findet man es lästig und manchmal wunderschön, manchmal nur praktisch und wenn dann das erste Mal kommt, an dem sie in ihren Betten durchschlafen, wird man schon fast nostalgisch und bedauert das Fernbleiben der kleinen Menschen zutiefst, insgeheim geniesst man es natürlich, alles hat zwei Seiten, oder noch lieber vier, wie unser Bett?!

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3 Kommentare zu „Familienbett

  1. Wie wunderbar und beruhigend nicht allein mit diesem „Problem“ zu sein. Auch, wenn unsere drei schon jeweils etwas älter sind, weiß ich genau wie es ist 🙂

    Schön dich gefunden zu haben.

    Liebe Grüße
    Stephi von mamahochdrei.de

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